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Abenteuer Cape Town Cycle Tour

Den Winter zu verkürzen und einfach für ein paar Tage in den Sommer springen? Das ist eine schöne Idee. Und es geht tatsächlich und man kann sogar ein Bike-Abenteuer dazu nehmen. Der Aufwand ist allerdings auch beträchtlich. Und das Ergebnis ebenfalls. Wir haben das Abenteuer Cape Town Cycle Tour gewagt. Das Jedermann-Rennen in Kapstadt, Südafrika findet 2022 am 13. März statt. In den letzten Jahren sind jeweils um die 30.000 Teilnehmer mitgefahren. Damit ist die Cape Town Cycle Tour eines der größten Jedermann-Rennen weltweit.

Die Cape Town Cycle Tour rund um den Tafelberg in Kapstadt besticht durch wunderschöne Aussichten auf Atlantik und Indischen Ozean

Vorbereitungsphase der Cape Town Cycle Tour

Die Tour auf abgesperrten Straßen hat eine Länge von 109 km mit ca. 1.200 Höhenmetern

Jedes Rennen braucht einiges an Vorbereitung. Wenn man aber zur „falschen Jahreszeit“ unterwegs ist, dann wird die Vorbereitung deutlich länger. Zum einen muss natürlich der Flug und die Unterkunft geplant werden. In Corona-Zeiten ist auch das aufwändiger als gewohnt. Bei der Buchung des Fluges sind wir auf Nummer sicher gegangen und habe bewusst die Option „Umbuchen“ dazu genommen. Die Wohnung haben wir über Airbnb organisiert. Und die Bikes haben wir auch mit viel Vorlauf bei einem ansässigen Fahrradverleiher gemietet. Kurz vor dem Rennen bekommt man nirgends mehr ein Bike zur Miete. Der Transport eines eigenen Bikes ist grundsätzlich möglich, kann aber auch sehr ins Geld gehen.

Training

Das Training ist mit dem Trainingsziel Anfang März ziemlich mühsam. Man sollte spätestens im Oktober anfangen – also gar nicht erst aufhören – und dann von November bis Ende Februar langsam steigern. Dafür gibt es tolle Trainingspläne im Internet. Wir haben uns diverse Pläne durchgelesen und einfach vorgenommen gut 120 km in der Woche zu fahren. In der Praxis ist es etwas weniger gewesen, aber gar nicht so wenig. Immerhin waren wir regelmäßig am Sonntag auf dem Bike bei fast jedem Wetter. Ausnahmen gab es erst bei deutlich unter Null Grad und/oder sehr viel Wind. Und dann wurde das Training auf die Rolle verlegt. Außerdem haben wir nicht nur das Rennrad genutzt, sondern auch das MTB oder eBikes. Die Abwechslung hat uns dreien – wir fahren zu Dritt – auch ganz gut getan. Davon abgesehen ist für uns das Mitmachen der wesentliche Anlass, keine Zeit, dir wir unterbieten wollen.

Bei Wind und Wetter unterwegs in der Trainingsphase in Augsburg

Kommunikation auf der Strecke

Meine Erfahrungen bei großen Rennen sind recht übersichtlich. Ich selbst war nie in einem Rennrad-Sportverein. Zusammen mit Freunden schöne Touren fahren, das ist meine Welt. Als ich vor 3 Jahren bei einem Rennen in der Emilia-Romagna teilgenommen habe, merkte ich, dass ich beim Start innerhalb von wenigen Minuten komplett die Übersicht verloren habe, wo meine Kumpels abgeblieben sind. Damals dachte ich mir: ein Walkie-Talkie wäre jetzt perfekt. Tatsächlich gibt es so etwas schon. Die Crowd-finanzierte Firma Livall baut smarte Helme. Also haben wir die deutsche Agentur der Firma angeschrieben und sie haben uns die Helme für unsere Cape Town Cycle Tour gesponsort (vielen Dank an der Stelle!). Wir haben die Helme seitdem fleissig im Einsatz. Die Akkulaufleistung der Helme scheint zu passen. Die Laufstärke ist ok. An der Walkie-Talkie-Funktion ist noch Luft nach oben. Man muss in das Handy (es gibt eine Livall-App) rein sprechen, dann wird in der Gruppe ausgestrahlt.

Das CanBelGerOz-Team im Renn-Modus – 1 Minute nach dem Startschuss habe ich meine Buddys nicht mehr gesehen

Techie-Alarm

Wer bei dem Absatz Kommunikation schon dachte „ganz schön viel Technik“, der wird jetzt erst so richtig warm werden. Vorhin habe ich schon geschrieben, dass wir unter anderem auch mit dem E-Bike gefahren sind. Wenn die Ausdauer aufgebaut werden soll, dann muss man regelmäßig fahren, viel fahren, viele Kilometer, aber auch im Grundlagenbereich 1 und 2, also mit einem einigermaßen entspannten Puls, der bei mir bei einer Herzfrequenz von etwa 135 Schläge pro Minute liegt. Das ist der Grund, warum wir früher in Vorbereitung unserer Ausdauer für einen Alpencross im Frühjahr viel Rennrad gefahren sind (da gibt es weniger Leistungsspitzen als beim MTB) und das ist auch der Grund, warum wir jetzt zum Teil mit dem E-Bike gefahren sind – da gibt es noch weniger Leistungsspitzen.

Auf dem Greyp kann man seine Trainingsziele sehr genau einstellen

Einsatz Greyp

Jetzt kommt das Greyp zum Einsatz. Das E-MTB von Greyp, das G 6.2 Expert, verfügt über einen Herzfrequenz-Sensor, den man sich als Armband ums Handgelenk legt. Und das Greyp läßt sich auch sehr einfach auf einen Herzfrequenzbereich einstellen (siehe Foto). Unterschreitet man den eingestellten Trainingsbereich, wird man per Nachricht auf dem Display angefeuert. Und überschreitet man diesen Bereich, dann setzt der Motor ein, damit man langsam wieder „runter kommt“ – sprichwörtlich. Wieviel es gebracht hat? Das werde ich übermorgen sehen – in ZWEI TAGEN! Das Wetter? Jetzt ist es gerade Sommer in Kapstadt. Laut Wetterauskunft liegen die Temperaturen zwischen 13 und 17°C. Nicht gerade sommerlich, aber der Spaß zählt!

Das mit der Unterstützung hat super geklappt …
… nur der Faktor Mensch, der war ein kleines Problem.

Weitere Berichte

Ich werde Euch noch einiges liefern: Video, Vorbereitungsphase, Flug, Vor dem Rennen, das Rennen selbst, nach dem Rennen … Ganz viel, versprochen. Und jetzt wünscht mir Glück. Gerne könnt ihr mir Gedanken in die Kommentare schreiben. Und hier geht es weiter!

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