Urban Bike Style

In den letzten Jahren hat sich eine neue Gattung Fahrräder langsam, aber sicher breit gemacht, die das unmögliche versucht: Die Vereinigung von Stil und Fahrradkultur. Die Trends in der Fahrradszene haben vor allem die Technik- und Sportbegeisterten bedient. In einigen großen Metropolen, allen voran London, Kopenhagen und Berlin, hat das Auto als Statussymbol seinen Rang eingebüßt und dieser wurde langsam aber sicher von Rädern wieder ausgefüllt. Nicht irgendwelche Räder – Kultobjekte auf zwei Rädern: der Urban Bike Style war geboren.

Über interessante Messen in diesem Umfeld haben wir Euch hier schon berichtet. Da sich der Oktober bestens eignet ein neues Bike günstig zu erwerben, möchten wir Euch jetzt mal ein paar Urban Bikes etwas genauer vorstellen und Euch auch gleich ein paar konkrete Handlungsanweisungen mit auf den Weg geben.

(c) Cooper Bikes - Urban Bike Style
©Cooper Bikes

Aber alles der Reihe nach. Was ist ein Urban Bike eigentlich? Ein Fahrrad, das sich für den Großstadt-Dschungel eignet und den Anforderungen der Stadt entsprechen. Und diese Anforderungen waren sowohl technischer, als auch Design-orientierter Natur. Sehr schön ist in dieser Hinsicht übrigens der folgende Film.

Mit den Fixies hat ein Fahrradtyp die Straßen erobert, der ursprünglich nicht wirklich dort hin gehört. Die Fixies sehen durch ihre klare Linie einfach unglaublich gut aus. Sie wiegen besonders wenig. Und sie sind leicht zu reparieren (wenig Teile gehen wenig kaputt). Diese Faktoren haben sie vor allem für eine Gruppe besonders interessant gemacht: die Fahrrad-Kuriere. Aber sie haben auch einige Nachteile: der Einsatzbereich ist eingeschränkt, als Fixie dreht sich das Pedal immer mit – auch in Kurven, die eng gefahren werden (ein Bodenkontakt ist dann leicht möglich). Fehlt auch noch die Bremse, dann muss man die Räder schon sehr gut beherrschen, um sie sicher zum Stehen zu bringen. Aber vll macht gerade das den Reiz aus. Man ist in jeder Situation 100% mit dem Rad verbunden.

Typische Vertreter der Urban Bikes:

  • Sportlich: das Cross-Bike
  • Puristisch: das Fixie
  • Klassisch: das Holland-Rad
  • Nostalgisch: das Retro-Bike
  • Leger: der Beach-Cruiser

Bei dieser Auflistung werden Einige (zu Recht!) anmerken: aber das sind doch ursprünglich keine Urban-Bikes! Der Beach-Cruiser zum Beispiel gehört doch, wie der Name schon sagt, an den Strand. Genauso wie den Geländewagen findet man die meisten Beach-Cruiser aber in der Stadt.

Wir wollen den Fokus hier auf die Retro-Bikes und Fixies legen. Die Fixies haben in ihrer Reinversion keine Gangschaltung und

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©Cooper Bike

nicht mal einen Leerlauf, der Radlauf ist fixiert (daher der Name) und eine Bremse fehlt auch. Diese Art von Fahrrad findet man fast nur in Städten, dort wo man weder mit stark wechselndem Untergrund noch mit Bergen oder extrem langen Strecken zu kämpfen hat. Neben den Nachteilen (keine Gänge, keine Bremse) haben Sie aber auch Vorteile: sie sind meistens sehr leicht und durch ihre reduzierte Optik lenken sie den Blick auf das Wesentliche. Eine große Fixie-Fan-Gemeinde findet sich vor allem unter den Fahrrad-Kurieren.

Die Retro-Bikes folgen der klassischen Linienführung alter Fahrräder, häufig gepaart auch mit klassischen Materialen – allen voran Stahlrahmen. Einen sehr schönen Vertreter dieser Art haben wir mit Cooper-Bikes gefunden, die es unter anderem auch bei Lucky-Bike, bzw. Radl-Bauer auch zu kaufen gibt.

Was macht diese Bikes so besonders? Sie sind nicht nur klar und unverschnörkelt in der Linienführung, sondern sie sind auch technisch durchdacht und holen das Optimum aus den verwendeten Werkstoffen. Last not least haben sie auch eine Geschichte – und was für eine! Die Cooper Car Company schrieb Automobilgeschichte, besonders die Autorennen der späten 50er und 60er Jahre waren geprägt von den Cooper Rennmaschinen (Sieg der Formel 1 1959 und 1960). Wer einmal einen Cooper Monocoque Rennwagen bei einem historischen Rennen gesehen und gehört hat, wird es nicht wieder so schnell vergessen. Seit 2009 veredelt Cooper jetzt nicht nur Minis und andere Autos, sondern auch Fahrräder.

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©Cooper Bikes

Die 60er Jahre geben die Design-Vorlagen für die Räder von Cooper-Bikes. Das puristische Design wird mit wunderschönen Details, wie z.B. Brooks-Sattel, angereichert und dort wo es sinnvoll ist auch technisch aufgerüstet (z.B. mit Nabenschaltung). Das Ergebnis sieht nicht nur atemberaubend schön aus, sondern ist auch zweckmäßig und leicht.

Cooper-Bikes gibt es aber nicht nur auf schönen Bildern: Ihr könnt sie auch kaufen. Besonders günstige Angebote gibt es derzeit bei Lucky Bike und Radl-Bauer

Das Cooper Sebring 2013: Es ist reduziert auf das Wesentliche hat eine Flip-Flop Radnabe (ihr das das Rad als Fixie oder als Singlespeed fahren einfach indem ihr das Rad ausbaut, um 180° dreht und wieder einbaut), eine schönen Brooks-Rennrad-Sattel und ist in der Rahmengröße 52 für sensationelle € 499,- erhältlich.

Wenn Ihr es eine Nummer größer braucht, dann gibt es das  Nachfolgemodel Cooper Sebring 2 2014 für immer noch sehr erschwingliche € 799,- online. Das Sebring 2 hat ebenfalls einen Bullhorn-Lenker, allerdings ist hier der Bremsgriff noch eleganter in den Lenker integriert. Beide Sebring-Modell kommen trotz Stahlrahmen auf ein Gewicht von nur 9,65 kg und lassen sich beeindruckend leicht fahren.

Das Cooper Zandvoort 2014 bietet ein bisschen mehr Praxistauglichkeit mit Schutzblechen und einer 3-Gang-Schaltung mit Drehgriff. Ebenfalls dabei: der obligatorische Brooks-Sattel und ein Gesamtgewicht von gerade mal 10 kg.

Das Cooper Spa ist ein glänzendes Modell – der verchromte Rahmen mit dem Rennrad-Lenker ist ein echter Hingucker. Mit Rahmengröße 57 ist er auch für Fahrer von ca. 172 cm – 185 cm einer sehr breiten Zielgruppe zugänglich. Der Rennrad-Klassiker ist schon für € 999,- zu haben. Auch er verfügt über eine Flip-Flop-Radnabe, um als Cooper Bikese oder als Singlespeed eingesetzt zu werden.

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©Cooper Bikes

In Größe 52 gibt es auch das Cooper Reims 2014, das mit einer Creme-farbenen Lackierung und einer 5-Gang-Naben-Schaltung im Rennrad-Look mit braunem Lederband und braunem Brooks-Sattel. Das Gewicht bleibt mit 10,8 kg auch noch voll im Rahmen.

Für große Fahrer mit über 180 cm haben wir auch noch ein bildschönes Rennrad gefunden: das Cooper Revival 11 2014. In British Racing Green mit braunem Ledersattel und Lenkerband stiehlt es jedem Carbon-Renner die Schau. Mit seinen 22 Campagnolo-Gängen kann es nicht nur klassisch, sondern auch richtig schnell bewegt werden.

Jetzt fehlen nur noch die passenden Accessoires wie zum Beispiel Lederriemen Pedale. ;)

 

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