Welches Fahrrad passt zu mir?

Welches Fahrrad passt zu mir?

Das Fahrrad-Jahr startet für den Radler meistens mit den ersten Sonnenstrahlen Anfang des Jahres. Wenn ein geeignetes Rad noch nicht im Keller wartet, dann stellt sich spätestens jetzt die Frage: Welches Fahrrad passt zu mir? Das lässt sich pauschal natürlich nicht beantworten, aber wenn wir als Fahrrad-Blog nicht in der Lage sind hier eine Hilfestellung zu geben, wer denn dann?

Also, challenge excepted, wir geben Euch jetzt eine Richtung und damit ein gutes Gefühl mit auf den Weg. Allerdings müsst ihr absolut ehrlich zu Euch sein und obendrein auch noch ausprobieren in der Praxis.

Über die ganzen schicken Bikes könnt Ihr auch einzelne Artikel in unserer Themenwolke finden.

Die ultimative Aufstellung der verschiedenen Fahrradtypen

(gibt es natürlich nicht, aber wir nähern uns mal pragmatisch an)

Die Grundtypen unterscheiden sich in ihrem Anwendungszweck auf unterschiedlichen Untergründen. Für schnelle Überlandfahrten in sehr sportlicher Haltung bieten sich Rennräder und ihre Derivate an.

Mitte: Rennrad – leicht und schnell soll es sein Unten: Aero-Bike, meistens bei Triathlon und Zeitfahrten im Einsatz
  • Highspeed auf Asphalt: das Rennrad
  • Triathlon-Wettkampf: das Aero-Bike
  • Auch auf Schotter, Waldwegen und bei Regen schnell: Gravelbike (Rennradgeometrie meistens mit Scheibenbremse, Schutzblechaufnahme und entspannter Geometrie), Cyclocross (Vorläufer des Gravelbikes, etwas sportlicher) und Querfeldein (extrem wendig)
Cooper Bike vor Mini Cooper
Single Speed

Für die Reise optimiert, deutlich entspannter, aufrechter sitzend über Straße und Schotterwege ohne allzu starke Anstiege:

  • Mit Gepäckaufnahme und sehr entspannt: das Tourenrad
  • Sehr sportlich mit Gepäck: das Randonneur (frz.: der Wanderer)

Für die Fahrt in der Stadt gibt es folgende Typen:

  • Sportlich: das Cross-Bike
  • Puristisch: Fixie und Singlespeed
  • Klassisch: das Holland-Rad

    Welches Fahrrad passt zu mir?
  • Nostalgisch: das Retro-Bike
  • Leger: der Beach-Cruiser
  • Nutzenorientiert: das City-Bike
  • Unterstützt: das eBike

Für grobes Geläuf inklusive Berge, schmale Wege, gar keine Wege, Sprünge

TrailBike von BMC
  • Wenig anfällig, reduziert in der Ausstattung, günstig und nur vorne gefedert: das Hardtail (alle anderen sind „Fullys“, also vorne und hinten gefedert)
  • Schnell, vor allem auch bergauf, leicht und wenig gefedert: das Crosscountry
  • Wendig, ausreichend gefedert (ca. 120mm): das Trailbike

    Allmountain – MTB-Fully, leicht und ordentlich Reserven 160mm
  • Lange Touren durch die Berge rauf und runter durch jedes Gelände und nicht allzu schwer (ca. 120 – 160mm): das Allmountain (unser Lieblingsgeschoss auf den Tagestouren)
  • Tourentauglich aber mit großem Bergabpotential (150 – 180mm) nicht zu schwer, selbst für ordentliche Sprünge geeignet: das Enduro
  • Für Sprünge, schnelle, harte Bergabfahrten, schwer und robust: das Freeride
  • Für Sprünge im Pumptrack perfekt: das BMX (keine Federung oder nur vorne ein bisschen)

Spezialräder:

  • Lastenrad

    eLastenRad (c) sw augsburg/swa
  • Liegerad
  • Kunstrad

Elektrisch

  • Bis 25 km/h mit Pedalunterstützung: das klassische eBike (Pedelec)
  • Bis 45 km/h mit Nummernschild: das S-Pedelec (selten)
eCityBike

Als eBike-Variationen gibt es mittlerweile fast jeden Fahrradtyp.

  • Besonders verbreitet: das eCityBike
  • Voll im Kommen: das eMTB
  • Besonders sinnvoll: das eLastenrad
  • Richtig schick: eUrban Bike

Die Gewissensfrage

Zurück zur Ausgangsfrage: Welches Fahrrad passt zu mir – welches Rad ist das richtige? Das, welches Du besonders gerne und oft fährst. Fährst Du besonders gerne schnell? Ist der Sport dein Motor? Dann lies dir die Beschreibungen der Rennräder noch einmal aufmerksam durch.

Die Radreise ist das Maß aller Dinge? Berge, dann vielleicht die Allmountains oder eher ebene Straßen und Wege? Entspannte Haltung, dann Tourenrad, sportliche Haltung: Randonneur.

Die Stadt muss mit dem Rad erobert werden? Ran ans feintunen, das muss noch genauer werden. Hier liest Du noch mehr über Urban Bikes.

Die Berge, Hügel, Singletracks bringen Dich zum Träumen? Du hast die Wahl unter den Mountainbikes. Lies Dir die Touren durch.

Oder es ist Airtime in Form von Sprüngen, die Dir die Erfüllung bringen? Downhill, Freeride oder BMX heißt die Lösung. Inspiration findest Du hier.

Praxistipps

Die kurze Beschreibung gibt Dir definitiv nur einen sehr groben Überblick. Nach der Gewissensfrage kannst Du vielleicht schon mal eine Richtung ausmachen. Jetzt kommen die Praxistipps:

  1. nimm dir das Rad deiner Wahl, setze dich drauf und fahre damit. Idealerweise einen ganzen Tag. Bei den meistens Fahrradläden und einigen Herstellern kannst Du eine kurze oder auch längere Runde mit dem Rad fahren (gegen Gebühr, wenn es der ganze Tag ist, die Du im Fall des Kaufs meistens wieder zurück bekommst).
  2. Geld sparen? Kauf das Rad nicht dann, wenn alle ein neues Bike kaufen wollen (Frühjahr oder Sommer), sondern im Herbst oder Winter, dann haben Verkäufer auch wirklich Zeit für gute Ratschläge für Dich – und einen guten Preis machen sie Dir auch noch!
  3. Schlaf eine Nacht über deine Wahl. Vielleicht kaufst Du lieber in einem Jahr ein hochwertigeres Rad für das Du ein bisschen sparen musst.

Konnten wir die Fragen ultimativ beantworten? Das wäre ein Wunder. Wenn wir dich aber auf den richtigen Pfad gebracht haben, dann hätten wir schon einiges erreicht. Die Praxis wird es erst zeigen.

Bist Du gar ein Fahrrad-Enthusiast, dann trifft Dich das Schicksal doppelt und dreifach: Du wirst mehrere Fahrradtypen brauchen. Und doch gibt es eine gute Nachricht: wir sind mit Dir 😉 Wir verstehen Dich! Frag uns doch.

Wir werden diese Reihe noch erweitern mit konkreten Links auf Hersteller und Shops.

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