Magie auf einem Allmountain

Magie auf einem Allmountain: dem Simplon Rapcon 160

In der Winkelgasse leuchtet der Shop von Olivander‘s schon von Weitem. Der Besuch von Olivander´s ist ein Pflichttermin für jeden, der etwas werden will in der Welt der Magier.

Magie auf einem Allmountain
Vor Hogwarts wird alles magisch

Erste Lektion: der Zauberstab sucht dich aus – nicht umgekehrt.
Zweite Lektion: es kommt auf die Bauweise an: die Materialien definieren die späteren Möglichkeiten. Hält man sich an diese Vorgaben, dann steht der Magie auch nichts mehr im Wege.

Was hat das mit einem Bike zu tun?

  1. Das Bike sucht dich aus. Die Geometrie bestimmt, wie du dich auf dem Bike bewegen kannst und wie du und dein Bike zu einer Einheit verschmelzen.
  2. Die Materialien und Komponenten weisen dir den Weg. Flexibilität steht dabei ganz oben. Die Individualisierung deines Bikes holt alles aus deinen Möglichkeiten.

Die letzten 9 Jahre bin ich (Patrick) mit einem Simplon Lexx unterwegs gewesen. Das Trail-lastige Allmountain habe ich deswegen so lange (eines der beiden großen Mountainbike-Magazine hat gerade die Leser befragt – und die kaufen sich alle 3 Jahre im Durchschnitt ein Neues) gefahren, weil ich damals über 20 verschiedene Bikes ausprobiert habe. Als ich auf dem Lexx saß, hat einfach alles gepasst, wie ein Maßanzug. Vermutlich, weil das Bike mich ausgesucht hat 😉 und es gab viel Magie auf einem Allmountain: dem Lexx, in diesen letzten Jahren!

Magie auf einem Allmountain
Das Simplon Rapcon 160

Erster Test mit dem Rapcon 160

In unserem Langzeittest werden wir das neue Rapcon 160 auf unsere Abenteuer mitnehmen. Was unterscheidet das alte Simplon Allmountain vom neuen?

Das Rapcon 160 bietet einen sehr durchdachten Mix aus Geometrie, Material und Flexibilität. 2 Generationen von vielen großen und kleinen Entwicklungen in den letzten 9 Jahren haben sich in vielen Details niedergeschlagen:

Vergleich verschiedener Allmountain Bikes in unserem Einsatz

Außerdem kann man das Neue mit Reifen bis zu 2,8 Zoll Breite fahren, unseres hat Nobby Nics mit 2,6 Zoll.

Erster Praxistest

In unserem ersten Praxistest haben wir das Rapcon 160 über 6 kleine Single-Trails geschickt, um sich beweisen zu können.

Magie auf einem Allmountain - auf dem Trail
Mögliche neue Touren – so sollen sie aussehen!

Für den Trail ist das Rapcon wie geboren: die breiten Reifen und die 160mm Federweg bügeln jeden Wurzelteppich glatt. Die extra kurze Kettenstrebe, die man mit einem Wechselchip sogar noch variieren kann (430mm extra kurz für normale Bereifung und 440mm für +Bereifung bis 2,8 Zoll), ist perfekt für schnelle Richtungswechsel, die man aus der Hüfte raus anlenken kann. Auf der Skala zwischen entweder Wendig oder Spurtreu auch bei hohen Geschwindigkeiten, schlägt das Pendel eindeutig in Richtung Wendigkeit. Wer es mag, kann mit normaler Bereifung die längere Kettenstrebeneinstellung wählen, um etwas mehr Spurtreue zu haben.

Vergleich mit Cube Stereo und Cannondale Habit

Verglichen haben wir das Rapcon auch mit anderen aktuellen Allmountain/Trailbikes: dem Cube Stereo 160 (2015) und dem Cannondale Habit 140 (2016). Hier wollen wir nur einen ersten Eindruck hinterlassen, einen ausführlicheren Vergleich gegeneinander liefern wir im Laufe unserer nächsten Abenteuer.

Einstellungssache
Nur mit der richtigen Einstellung von Federelementen, Reifen und Sattelhöhe holt man das Optimum heraus

Das Stereo scheint die Enduro-Gene am besten eingebaut zu haben: es liegt relativ satt auch bei Sprüngen und hoher Geschwindigkeit in der Spur. Unser Stereo ist aus Alu und hat damit aber auch ein sattes Gewicht von deutlich über 14 kg. Viel leichter dagegen das Habit, das auch im Trail wendig und wuselig jede noch so enge Schleife willig nimmt. Mit Carbon schafft es das Bike auf etwas über 13 kg. Das Rapcon kann vor allem alles, was das Habit kann – aber alles noch ein bisschen besser, extrem schnell und wendig und superleicht mit ca. 12 kg (Zugegebenerweise sind die Kosten für ein High-End Rapcon 160 mit unserer Ausstattung auch einiges höher, man kann sich aber alles bei Simplon individuell konfigurieren und das Rad dem Geldbeutel anpassen).

Das (fehlende) Gewicht fällt einem zunächst gar nicht so auf – erst wenn man auf einem gewohnten Trail eine „Anstrengung“ hinter sich hat („der fiese letzte Anstieg“), wird einem klar, dass dieser gar nicht mehr so fies war – überhaupt nicht mehr! Der Unterschied auf unserer Hausrunde war eklatant!

Magie auf einem Allmountain
Mit Dauergrinsen durch die Trails

Fazit:

Damit ist eines klar: wir können es gar nicht mehr erwarten, mit dem Rapcon neue Touren zu fahren und Euch davon zu berichten. Die nächsten Abenteuer können kommen! Lange Touren, Transalp oder Inseldurchquerungen sind wie geschaffen für das Rapcon. Bleibt nur noch eine Frage zu beantworten: die Magie? Wie kann man sie entdecken? Ganz einfach: am Ende einer Tour mit einem Spiegel und auf dem Gesicht der anderen: das Dauergrinsen, das sich fest ins Gesicht zementiert hat 🙂

P.S. man kann das Grinsen auch wieder her holen, wenn man sich die Geschichten, Bilder, Fotos oder Videos der vergangenen Abenteuer wieder ansieht. Probiert es aus!

P.P.S. Stichwort Kosten. Simplon ist eine High-End-Bike-Schmiede, die enorm viel Aufwand in die Qualität steckt. Das hat auch seinen Preis. Ich habe mein altes Simplon dafür über sehr viele Jahre gefahren: teuer war es auf lange Sicht also nicht – ganz im Gegenteil. Hier werden wir schon sehr bald noch ein paar Geheimnisse lüften. Das wird sehr spannend!

Hier findet Ihr noch einen ersten kleinen Test:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

4 Gedanken zu “Magie auf einem Allmountain”

shares